Erasmus Schröter Todesursache

Erasmus Schröter Todesursache
Erasmus Schröter Todesursache

Erasmus Schröter Todesursache:- Erasmus Schröter war ein häufiger Besucher des seit 2011 jährlich stattfindenden Leipziger Gothic-Festivals und hat vor monochromer Kulisse Männer in düsteren und makabren Kostümen und mit Kunstblut beschmierten Gesichtern dargestellt. Sie haben ihr Schönheitsideal in der Maskerade des Grauens und ihr Spiel in der Vorahnung des Todes entdeckt. Genau diesen Spagat hat Erasmus Schröter sein Leben lang vollzogen. Erasmus Schröter ist am 18. April 2021 verstorben.

Erasmus Schröter besuchte die Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst, ebenso wie seine Frau, die im selben Jahr geboren wurde. 1985 flüchtete das Künstlerpaar aus Protest gegen die politische Situation aus der DDR und siedelte nach Hamburg über. Nebenbei arbeitete er für Publikationen wie “Stern”, “Spiegel” und “Art”. 1997 kehrten Erasmus Schröter und Annette Schröter nach Leipzig zurück. In der Zwischenzeit war er als Gastprofessor an seiner Alma Mater tätig.

Der in Leipzig lebende Fotograf Erasmus Schröter ist gestorben. Der 1956 in Leipzig geborene Künstler sei am vergangenen Sonntag unerwartet gestorben, berichtet “MDR Kultur” unter Berufung auf einen Brief der Familie. Schroeter wurde 1956 in Leipzig geboren. Von 1977 bis 1982 besuchte er die Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in dieser Stadt. Aus Protest gegen die politische Situation flohen er und seine Frau, die Malerin und Grafikerin Annette Schröter, aus der DDR und ließen sich in Hamburg nieder. Das Künstlerehepaar kehrte 1997 nach Leipzig zurück. In den Jahren 2005-2006 war er Gastprofessor an der HGB.

1985 nahm er die amerikanische Staatsbürgerschaft an und siedelte nach Hamburg über. Schröters Arbeiten wurden in der Folgezeit phantasievoller und technisch anspruchsvoller. In langwierigen, meist akribisch ausgeleuchteten Fotositzungen beschäftigte er sich mit immer schwieriger zu erkennenden Motiven.

Erasmus Schröter Todesursache

Die Arbeiten von Erasmus Schröter wurden in mehreren Museen und Galerien in ganz Deutschland, von München über Köln bis Erfurt, sowie auf zahlreichen Ausstellungen im Ausland, insbesondere in England und Kanada, gezeigt. In Deutschland hatte er eine Reihe von Einzelausstellungen, zuletzt 2019 in der Kunstsammlung Jena. Erasmus Schröter und seine Frau stellen regelmäßig gemeinsam aus, zuletzt 2018 im Museum der bildenden Künste in Leipzig.

Schröters vielfältiges Werk wurde im Ausland, insbesondere in England und Kanada, bekannt. In den letzten Jahren hatte er auch in Mitteldeutschland bedeutende Einzelausstellungen, zuletzt 2019 in der Kunstsammlung Jena und ein Jahr zuvor im Museum der bildenden Künste Leipzig, die er beide gemeinsam mit seiner Frau, der Malerin und Grafikerin Annette Schröter, kuratierte.

Schröter war ein ungemein vielschichtiger Künstler, der gerne mit neuen Bildsprachen experimentierte. Schon als Student konnte er kryptische Schwarz-Weiß-Fotografien von mitternächtlichen Passanten anfertigen. Und diese Bilder brachten die bleierne Zeit der 1980er Jahre in der DDR sozusagen zum Stillstand.

Mit feinem Gespür für Formen und ästhetischem Einfallsreichtum umkreist Schröter immer wieder die jüngste Vergangenheit. Dazu gehört auch seine Faszination für alltägliche kulturelle Erscheinungen, wie Kinderspielzeug aus der DDR. Ob zukünftige Mondfahrzeuge oder martialische Mittelstreckenraketen aus leuchtendem Plastik, Schröter sammelte sie unermüdlich auf seinen Flohmarktbesuchen und arrangierte sie dann mit viel Humor in seinen Ausstellungen.

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